Endlich wird's mal wieder öffentlich gesagt!
Das Fernsehen ist neben dem Internet das wichtigste öffentliche Medium. Und hier muß nun mal wieder eine Lanze für öffentlich-rechtliche Sender gebrochen werden. Das 3sat-Wissenschaftsmagazin 'nano' brachte diese Woche einen Beitrag über die gewissenlose Tierquälerei im Pferde-, im Turnier- und Rennsport. Ganz deutlich zeichnet der Beitrag einen Blick auf die Machenschaften von Reitern, Trainern, Veranstaltern und Verbänden. Es zählt eben überall nur Geld. Da bleiben die "Spielzeuge" und "Sportgeräte", die Pferde, auf der Strecke.
Den Beitrag gibts als Video auf der 3sat-Web Site: http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=11376&mode=play
Im Springsport wurden Pferde früher "gebarrt". Das ist out. Heute sind Sportpferde so kaputt gezüchtet, daß sie hochgradig nervös und sensibel sind und zum Teil nur noch mit Beruhigungsmitteln und anderem Doping geritten werden. Da braucht's zum Springtraining keine Holzstöcke mehr. Wenn es sein muß, erledigen das sowieso Dioden in den Bandagen, die einen Stromschlag auslösen.
Doping bei Turnieren und im Rennsport ist allerorts üblich. Dazu kommen noch blinde oder geschmierte Turnierrichter und die "unterstützenden Hilfsmittel" der Reiter. Wo in der klassischen Turnierszene alternative Umgangsformen mit Pferden belächelt werden und viel mehr auf "Tradition und Gehorsam" Wert gelegt wird, ist der Griff zur Gerte halt doch bequemer, als etwa Zeit und Geduld aufzubringen, um das Pferd zu verstehen. Strafe für das Pferd, weil der Mensch versagt oder sein eigenes Können nicht einschätzen kann. Sinngemäß heißt es auch im Beitrag: Im Dressurreiten werden Pferde zu albern hüpfenden Tänzern gemacht. Und was abseitz des beachteten Spitzensports, was sozusagen in der "Amateurliga" passiert, darüber darf wohl auch nicht nachgedacht werden. Da wird selbst in der Reiterhofidylle auf "harte Bandagen" und Doping zurück gegriffen, um für ein Schleifchen auf dem Dorfturnier am Wochenende gerüstet zu sein.
Es ist eine Schande! Gesetzgeber und Sportbehörden sollten endlich knallhart durchgreifen. Wenn sich ein Sportler für ein Ziel quält, dann ist das seine freie Entscheidung. Das Pferd wird jedoch nicht gefragt, ob es bis über die Grenzen seiner Belastbarkeit gehen möchte. Und was mir nicht in den Kopf geht ist: Warum blickt es niemand, daß ein Pferd freiwillig... Leistung bringt, wenn man auf seine Bedürfnisse rücksicht nimmt.
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