A Free Template from Joomlashack

Newsflash

Pferdevirus Home Pferderassen Das Englische Vollblut
Das Englische Vollblut PDF Drucken E-Mail
Pferde - Pferderassen
Dienstag, den 07. August 2007 um 19:50 Uhr

Das Englische Vollblut:
Ein Portrait

Kongo
Über das Englische Vollblut ließe sich so viel berichten. Englische Vollblüter sind für ihre Ausdauer und Schnelligkeit bekannt. Darum finden sie überwiegend Verwendung als Rennpferde.

Darüber hinaus findet man diese Vollblüter in den Zuchtlinien vieler anderer Pferderassen. Sie sind vererbungsstark und tragen so zur Veredelung anderer Rassen bei. Hier nun ein Rasseportrait...



Im 17. und 18. Jahrhundert entstand das Englische Vollblut, auf Grund der Begeisterung des englischen Adels und der Könige für Pferderennen. Im Jahre 1821 tauchte der Begriff «Thoroughbred» zum Ersten mal im 2. Band des General Stud Book auf. Hier wird genealogisch Buch geführt über die Vollblüter in Großbritanien und Irland. So hat sich in den letzten 200 Jahren eine Rennsport- und Vollblutzucht-Industrie entwickelt und das Vollblut hat sich als die Rasse mit dem größten Einfluss auf alle anderen Pferderassen der Welt herausgestellt. Vollblüter vererben Größe, bessere Bewegungen, Schnelligkeit, Kampfgeist und mentale Ausdauer.


Zuchtgebiete

Seit ihrem Auftauchen in England, gelangten die Vollblüter auch schnell nach Irland. Die Gegenden in England, wo heute hauptsächlich Vollblüter gezüchtet werden, sind die Rennsport-Zentren von Newmarket in Suffolk, Lambourn in Berkshire und Malton in Yorkshire.

Vollblut
Aber doch gibt es überall in Großbritanien Vollblüter. Und seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird praktisch auf der ganzen Welt Vollblutzucht betrieben, und sie hat sich zu einer großen Industrie entwickelt. Pferderennen nach den von England aufgestellten Regeln werden in den meisten Ländern der Welt durchgeführt.

Neben England und Irland werden heute besonders in Frankreich, Italien, Australien und vor allem in Kentucky/USA Vollblut-Rennpferde gezüchtet.


Geschichte

Die Entstehung des Vollblutes wird dem Import dreier Pferde aus dem Orient zugeschrieben. Es handelte sich dabei um Byerley Turk, Darley Arabian und Godolphin Arabian, die als die drei Stammväter der Rasse gelten und Anfang des 18. Jahrhunderts nach England kamen.

Das ist eine vereinfachte Darstellung, denn hierbei bleibt der gut aufgebaute Basisbestand an Rennpferden auf den königlichen Gestüten größtenteils unberücksichtigt.
Aus diesen Zuchtpferden, die mit importierten Hengsten aus dem Orient gekreuzt wurden, entstand eine Pferderasse, die allen anderen in Bewegung, Schnelligkeit und Ausdauer überlegen ist.

GalopprennenHeinrich VIII, der erste königliche Förderer des Rennsports, gründete die Royal Paddocks in Hampton Court mit Pferden aus Spanien und Italien, die vom Berber beeinflußt waren. Diese Pferde wurden mit den einheimischen Rennpferden gekreuzt. Den größten Einfluß nahmen dabei die schnellen Galoways aus Nordengland, die Vorfahren der Fell-Ponys, und die Irish Hobby, die Vorfahren der Connemara Ponys. Auch spätere Monarchen zeigten großes Interesse an den Rennpferde-Gestüten. Weiteren Auftrieb bekamen Vollblut-Rennen und Zucht durch die Restauration von Charles II im Jahre 1660. Vor diesem Hintergrund entstand die Rasse und auch der Name Englisches Vollblut.


Die Stammväter

Die Pferde aus dem Orient wurden nicht wegen ihrer Schnelligkeit eingesetzt, denn da konnten sie den englischen Pferden, den «Plainebrede», nichts entgegen setzen. Keiner dieser Hengste war je ein Rennen gegangen, und auch von den anderen aus dem Orient eingeführten Pferden hatten höchstens eins oder zwei je eine Rennbahn gesehen. Die Züchter, die das Vollblut schufen, setzten Pferde aus dem Orient ein, da sie durch deren Verebungskraft konsequent auf Typ züchten konnten. 81 % der Vollblutgene kommen von 31 Vorfahren. Die größte Bedeutung haben die drei Stammväter, auf die alle modernen Vollblüter in der männlichen Linie zurückgehen. Byerley Turk, Darley Arabian und Godolphin Arabian.


Buerley Turk

Byerley Turk, der 1690 an der Schlacht am Boyne teilnahm, einem überaus bedeutendes Ereignis in der irischen und englischen Geschichte, und später auf einem Gestüt in der Grafschaft Durham seinen Dienst tat, begründete die erste der vier großen Blutlinien. Am Anfang dieser Linie steht Herod, geboren 1758. Er war ein Sohn des Jigg von Byerley, und dieser ersten Blutlinie entspringen Pferde wie Tourbillon und The Tetrarch. Allein Herod's Nachkommen gewannen über 1000 Rennen.


Darley Arabian

Darley Arabian wurde 1704 in Aleppo gekauft und dann zum Sitz der Darleys in East Yorkshire gebracht. Er besaß wunderbare Proportionen und war der beeindruckendste Hengst unter den dreien. Mit einem Stockmaß von 1,52 m war er größer als die meisten Vollblüter seiner Zeit. Aus der Paarung mit der Stute Berry Leedes fiel Flying Childers, das erste große Rennpferd. Nach Meinung seines Besitzers war dieses Pferd «das schnellste Pferd, das je in Newmarket gelaufen war.» Sein Vollbruder, Bartlett's Childers, ist der Vater von Marske, dem Vater von Eclipse, den ungeschlagenen König des Turf*. Eclipse ist Begründer der zweiten Blutlinie, und ein paar der bedeutensten Linien des 20. Jahrhunderts gehen auf ihn zurück.

* Turf = Rasen; Rennbahn; Geläuf


Godolphin Arabian

Godolphin Arabian kam 1728 nach England, wo er als Probierhengst auf Lord Godolphin's Gestüt Gog Magog Dienst tat. Er lieferte sich mit dem Hengst Hobgoblin ein Duell um die Stute Roxana, die nach ihm Lath und Cade brachte. Cade ist der Vater des 1748 geborenen Matchem, dem Stammvater der dritten Linie.

Stammvater der vierten Linie ist Highflyer, ein Sohn des Herod. Obwohl die männliche Linie vielleicht ausgestorben ist, gab es auch andere bedeutende Hengste. Zum Beispiel Curwen Bay Barb, Unknown Arabian, Vater der Vollblut-Stammstute Old Bald Peg, auf die Millionen von Rückkreuzungen in den Pedigrees* von Pferden aus dem 20. Jahrhundert zurückverfolgt werden können. D'Arcy's Chestnut und White Arabian; Leedes Arabian; Helmsley und Lister Turk, Brownlow's Turk und Alcock's Arabian. Die beiden letztgenannten waren verantwortlich für die Schimmelfarbe bei einigen Vollblütern.

Nach 1770 wurden keine Araber mehr in der Zucht eingesetzt, da man mit den einheimischen Zuchtpferden bessere Erfolge erzielen konnte.

*Pedigree = Stammbaum; reinrassig


Körperliche Merkmale

Kopf:
Der Kopf ist edel, wach und trocken, besonders im Kehlbereich. Er geht über in einen langen, gebogenen Hals, der wiederum symetrisch in die Schultern übergeht.

Schultern und Körper:
Die Schultern sind lang und schräg bei einem ausgeprägten Widerrist. Diese Kombination erzeugt raumgreifende, flache und kraftsparende Bewegungen. Üblicherweise ist der Körper lang in all seinen Proportionen.

Gliedmaße:
Die Vorderbeine sind schlank, mit langem, muskulösen Unterarm und großen, flachen Gelenken. Der Röhrbeinumfang beträgt ca. 20 cm.
Die Hinterhand und die Lenden müssen kräftig sein
um die nötige Kraft zum Galoppieren liefern zu können.
Die Hinterbeine sind lang und trocken. Die Sprungelenke müssen gut entwickelt sein für den größtmöglichen Schub.

Stockmaß:
Das Englische Vollblut erreicht durchschnittlich ein Stockmaß von 1,55 m bis 1,60 m.


Links


 
 
Joomla 1.5 Templates by Joomlashack